Anfragen an die Kirchenleitung der Neuapostolischen Kirche

AnfrageAntwort
02.05.15
(Antwort auf die Mail vom 29.04.15)

Lieber Bruder Johanning,
danke für Ihre Rückmeldung.
Schade das Sie die Frage nicht beantworten wollen, können oder dürfen. Ich würde ja gerne diese Frage direkt an die Zuständigen in der AG Geschichte stellen. Leider ist das nach Ihrer Angabe nicht möglich.
Die Frage war ja nicht, ob Sie das hören, sondern ob die zuständigen Personen der AG Geschichte die Forschungsarbeit als "unwissenschaftlich" bewerten oder nicht. Wenn man etwas nicht hört, dann kann das verschiedene Gründe haben. Es wäre Ihnen aber sicher möglich kurz nachzufragen. Eine ausweichende Antwort bestätigt in der Regel eine schon kursierende, wenn auch noch nicht offiziell bestätigte Aussage. So gehe ich davon aus, dass die Forschungsarbeit von Frau Dr. phil. Leh und Herrn PD Dr. phil. von Plato von den Verantwortlichen der AG Geschichte tatsächlich als "unwissenschaftlich" bezeichnet wurde.

Viele Grüße,
Dieter Kastl
Noch keine.
27.04.15

Lieber Bruder Johanning,
bezüglich der Forschungsarbeit ist unter dem Titel "Ein Aufruf an die Kirchenleitung" vom 24.4.15 im Internet-Magazin "Glaubenskultur" zu lesen, dass intern in der "AG Geschichte" die Forschungsarbeit von Frau Dr. Leh als "unwissenschaftlich" bewertet wurde. Wörtlich heisst es: "Wie zu hören ist, soll eines der internen Argumente gegen die Veröffentlichung des Forschungsberichtes aus der NAKI-Historiker-AG um den Apostel Dirk Schulz der Vorwurf gewesen sein, Dr. Leh habe „unwissenschaftlich“ gearbeitet, nämlich zu viele externe Quellen verwendet."

Da in der offiziellen Begründung zur Nichtveröffentlichung davon nichts zu lesen ist, habe ich zwei Fragen:

1. Ist das so richtig?
2. Wenn ja, aufgrund welcher konkreten Erkenntnisse stützt sich diese Bewertung.

Im Interesse einer transparenten Kommunikation freue ich mich auf Ihre Antwort.

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Dieter Kastl
29.04.15

Lieber Bruder Kastl,
ich weiß nicht, was der Autor des Artikels hört oder nicht hört. Ich höre
das nicht.

Liebe Grüße,
Peter Johanning
18.04.15

Lieber Bruder Johanning,
wie bekannt wurde, wird die von der NAK beauftragte Forschungsarbeit "Zeitzeugenbefragung", welche von Frau Dr. Leh erstellt wurde, nicht veröffentlicht. Dies ist sehr bedauerlich. Da es bei dieser Forschungsarbeit um einen Teil der neuapostolischen Kirchengeschichte geht und diese Forschung sicherlich aus Opfergeldern finanziert wurde, habe ich einige Fragen. Bei meiner Recherche im Nachrichtenmagazin nac.today, auf nak.org, sowie in der Zeitschrift "Unsere Familie" konnte ich leider keine Antworten darauf finden. Deshalb wende ich mich direkt an Sie.

1. Warum wurde dieser Forschungsauftrag in Auftrag gegeben, was war der genaue Grund dafür?
2. Wann und durch wen genau wurde diese Forschungsarbeit in Auftrag gegeben?
3. Wie hoch waren die Kosten und wer hat sie bezahlt?
4. Wann und wem genau wurden die Ergebnisse der Forschungsarbeit übergeben?
5. Wer genau hat entschieden, dass die Ergebnisse nicht veröffentlicht werden?
6. Wurde vertraglich vereinbart, dass diese Ergebnisse weder den interviewten Zeitzeugen, noch der VAG zur Verfügung gestellt werden?

Vielen Dank im voraus für die Antworten!

Herzliche Grüße,
Dieter Kastl
20.04.15

Lieber Bruder Kastl,
die Neuapostolische Kirche hat innerkirchliche Abspaltungen in der Zeit von 1938-1955 umfangreich untersucht und den Abschlussbericht im Rahmen eines Gemeindeabends am 4. Dezember 2007 vorgestellt. Der Bericht wurde, wie zu erwarten war, kritisch betrachtet und differenziert diskutiert. Die Neuapostolische Kirche hat sich dazu entschlossen, eine Zeitzeugenbefragung der damaligen Geschehnisse in Auftrag zu geben.

Die Bemühungen der Apostolischen Gemeinschaft und der Neuapostolischen Kirche zu einer Versöhnung zu kommen, sind während der Erarbeitung der Studie zur Zeitzeugenbefragung weitergegangen. Diese Bemühungen führten in der Zwischenzeit zu einer Erklärung zur Versöhnung zwischen der Apostolischen Gemeinschaft und der Neuapostolischen Kirche, die feierlich am 29. November 2014 in Düsseldorf von Vertretern beider Kirchen unterzeichnet wurde. Die Neuapostolische Kirche wird den Weg der Versöhnung im Geist der Versöhnungserklärung beider Kirchen fortsetzen. Die Studie über die Zeitzeugenbefragung ist in dieser Hinsicht wenig hilfreich. Zum einen, weil sie zu keinen neuen Erkenntnissen führt. Zum andern, weil sie durchaus dazu geeignet ist, die Geschehnisse aus der Zeit von 1938-1955 erneut differenziert zu betrachten. Daher hat sich die Neuapostolische Kirche dazu entschieden, sie nicht zu veröffentlichen. Die Neuapostolische Kirche möchte viel mehr den Versöhnungsprozess mit der Apostolischen Gemeinschaft unbelastet fortsetzen.

Liebe Grüße,
Peter Johanning